Vom Juristen zum KI-Gründer:
Gründerstory
Wie aus Schadenfällen Cargo Check AI wurde
„Mir gefällt es besser, wenn ich den Kunden präventiv vor einem Schaden bewahren kann, als hinterher den Großschaden abzuwickeln." Dieser Satz von Matthias Guderjahn beschreibt, warum Cargo Check AI existiert.
Wer ist Matthias Guderjahn?
Mag. iur. Matthias Guderjahn ist Jurist mit abgeschlossener Rechtsanwaltsprüfung und Spezialmakler für Transport-, Logistik- und Industrieversicherungen. Er ist Geschäftsführer der Guderjahn Versicherungsmakler GmbH in Hard (Vorarlberg) und Co-Founder von Cargo Check AI. 2026 wurde er beim AssCompact Jungmakler Award mit dem 1. Platz als „Jungmakler des Jahres" ausgezeichnet.
Interview
Matthias Guderjahn bei EXPERTEN Stories
Im Gespräch mit Josef Graf spricht Matthias Guderjahn über seinen Weg vom Juristen und Rechtsanwaltsanwärter zum spezialisierten Versicherungsmakler, über prägende Großschäden in der Transportbranche und darüber, warum daraus Cargo Check AI entstanden ist.
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Kurz-Clip, 45 Sekunden · Video: EXPERTEN Stories mit Josef Graf
Sein Werdegang
Vom Familienbetrieb zur Rechtsanwaltsausbildung
Matthias Guderjahn wuchs im Versicherungsmaklerbetrieb seines Vaters auf, der als gelernter Speditionskaufmann das Unternehmen aufgebaut hat. Schon mit 15 half er in den Ferien im Betrieb mit, später arbeitete er neben dem Studium in der Schadensbearbeitung.
Nach dem Jus-Studium in Innsbruck folgten die Gerichtspraxis und die Rechtsanwaltsausbildung in Wien bei Schärmer Miskovez Partner Rechtsanwälte. Im Juni 2023 legte er die Rechtsanwaltsprüfung ab.
Eine klassische Anwaltskarriere kam für ihn trotzdem nicht in Frage. Das Standesrecht der Anwälte verlangt, sich zwischen beiden Wegen zu entscheiden. Er entschied sich für die Versicherungsbranche und stieg im Juli 2023 in das Familienunternehmen ein.
Warum entstand Cargo Check AI?
Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf Transport und Logistik. Dort stieß das Team 2023 und 2024 an eine Grenze: Fake- und Phantomfrachtführer traten auf. Sie melden sich als scheinbar seriöse Transportunternehmen, mit gefälschten Unterlagen oder gefälschten E-Mail-Adressen, bekommen den Auftrag, holen die Ware ab und liefern nie zu.
Für Kunden entstanden daraus teils sehr schwere Großschäden. Die erste Antwort waren Schulungen vor Ort, österreichweit. Doch selbst nach diesen Schulungen kam es erneut zu Fällen. Menschliche Fehler im Tagesgeschäft lassen sich nicht wegschulen.
Daraus entstand der Gedanke, die Prüfung von Frachtführern zu strukturieren und mit KI-Unterstützung zu automatisieren, mit einer einfachen Ampel als Orientierung: grün, gelb oder rot. Die Entscheidung über die Beauftragung bleibt beim Disponenten. Mehr dazu im Beitrag Warum Cargo Check AI existiert.
Versicherung beginnt nicht erst im Schadenfall.
Der Award und der Blick nach vorn
Ausgezeichnet wurden Matthias Guderjahn bzw. sein Maklerkonzept, nicht Cargo Check AI als Unternehmen. Cargo Check AI war aber ein wesentlicher Bestandteil seiner Bewerbung und Präsentation und steht für den präventiven Ansatz, mit dem er angetreten ist.
Sein Ziel für die nächsten Jahre: europaweit wachsen und Transportunternehmen helfen, Schäden zu vermeiden, bevor sie entstehen, auf der Beratungsseite genauso wie bei der Prüfung von Frachtführern.
Berichte zur Auszeichnung
Über den AssCompact Jungmakler Award 2026 und die Auszeichnung von Matthias Guderjahn berichteten:
- AssCompact Österreich: Matthias Guderjahn ist „AssCompact Jungmakler des Jahres 2026" (8.10.2026)
- VersicherungsJournal Österreich: Jungmakleraward „Die Branche lebt und hat Nachwuchs" (9.10.2026)
Vertrauen beginnt vor der Verladung.
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